Für die Praxis
Das Trainingsprinzip FITT
Trainingsprinzipien dienen als Handlungsgrundlagen und bieten Orientierung für die Trainingsplanung. Häufig sind sie derart formuliert, dass sie bei Personen aller Altersgruppen und Aktivitätslevel angewandt werden können. Das FITT-Prinzip ist ein gängiges Planungs- und Steuerungsmodell im Rahmen des Prinzips des Overloads.
Dem Prinzip des Overloads liegt zugrunde, dass der Körper mit einem ausreichend starken Trainingsreiz über das gewohnte Belastungsniveau hinaus beansprucht werden muss, damit Anpassungen und Leistungssteigerungen stattfinden. Das FITT-Prinzip mit den folgenden Belastungsnormativen kann zur praktischen Umsetzung herangezogen werden.
4 Buchstaben für die Trainingsplanung
Im Akronym FITT steht das
F für Frequenz (Frequency): Wie oft trainiert man pro Woche/Tag?,
I für Intensität (Intensity): Wie intensiv trainiert man?,
T für Zeit (Time): Wie lange dauert eine Einheit oder auch eine Belastungsphase?,
T für Typ (Type): Wie sieht das Belastungsprofil aus bezogen auf die motorischen Hauptbeanspruchungsformen.
Die Belastungsnormative Frequenz, Intensität und Zeit zusammengenommen ergeben den Trainingsload. Je nach Zielsetzung lässt sich das Training durch die Veränderung einzelner oder mehrerer FITT-Faktoren steuern und langfristig weiterentwickeln. Für einen erfolgreichen Trainingsprozess sollten sie progressiv, variierend und periodisiert gestaltet werden.
Einfach nicht einfach
Ein großer Vorteil des FITT-Prinzips ist seine Einfachheit. Es lässt sich auf verschiedene Sportarten und Trainingsziele übertragen und ermöglicht es, einen Trainingsplan übersichtlich zu beschreiben.
Diese Vereinfachung führt allerdings auch dazu, dass nur ein Gestaltungsrahmen gegeben wird, sozusagen Stellschrauben beschrieben werden. Die inhaltliche Ausarbeitung der Trainingseinheiten und Trainingszyklen obliegt nach wie vor Trainer:in oder Therapeut:in – und damit letztlich auch, ob das Training erfolgreich sein wird oder nicht.